Kryptowährungen und Inflation – das sollten Sie wissen

Immer mehr Menschen leiden heute unter einer starken Inflation, die sich gerade in den letzten Monaten des Jahres 2021 und am Beginn des Jahres 2022 stark bemerkt gemacht hat. Aufgrund der durch die Pandemie nachlassenden Produktion, Problemen in den Lieferketten und dem in Verkehr bringen immer größere Geldmengen durch die Zentralbanken haben sowohl der Euro als auch der US-Dollar in den letzten Monaten stark an Wert und damit Kaufkraft verloren.

Viele Menschen werfen deshalb zu Recht einen Blick auf Kryptowährungen, da beispielsweise Bitcoin ein maximales Ausgabelimit hat und dadurch deflationär ist und als Schutzmechanismus vor der Inflation dienen kann.

In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Aspekte, die man zum Thema Kryptowährungen und Inflation beachten sollte.

Was ist Inflation und warum ist diese ein so großes Problem?

Inflation beschreibt den Wertverlust einer Währung und den damit verbundenen Anstieg von Preisen. Ganz besonders deutlich wird dies etwa bei den Lebensmittel und Energiepreisen, die in den letzten Monaten stark in die Höhe geschossen sind.

Inflation – was ist das eigentlich? Diese Frage kann relativ einfach beantwortet werden. Aber was kann man dagegen tun? Und welche Rolle spiele Kryptowährungen dabei?

Kryptowährungen und was ist Inflation einfach erklärt

Kryptowährungen sind in vielerlei Hinsicht eine bessere Alternative zu herkömmlichen FIAT-Währungen und auch die Inflation ist hierbei ein wichtiges Thema. Viele Kryptowährungen wie etwa Bitcoin, Cardano, XRP und Litecoin bieten eine feste maximale Ausgabemenge, die dazu führt, dass diese Kryptowährungen deflationär sind, da natürlicherweise die sich im Umlauf befindliche Menge des Coins sinkt. Damit erreicht man das genaue Gegenteil von FIAT-Währungen, die von Zentralbanken in beliebiger Menge ausgegeben werden können.

Der Unterschied zwischen herkömmlichen Währungen und Kryptowährungen liegt in der Transparenz

Auch viele Kryptowährungen basieren auf einem Modell, welches eine Inflation vorsieht. Allerdings besteht hier ein großer Unterschied: Die Inflation von Währungen wie Ethereum, BNB (Binance Smart Chain) oder Solana sind fest vorgegeben und können nicht beliebig von den Entwicklern geändert werden. Damit können sich Investoren auf eine vorhersehbare Inflation einstellen, die nicht sprunghaft ansteigt, nur weil wirtschaftliche Schwierigkeiten bestehen. 

Staking als bessere Alternative zu Sparbüchern

Ein weiter Vorteil von Kryptowährungen besteht im Staking. Dieses ist genauso sicher bzw. einfach wie das Anlegen von Geld auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten, bietet im Gegensatz aber einen sehr viel höheren Zinssatz, der die Inflation eines Coins bzw. Tokens mehr als nur ausgleicht, sondern auch die Möglichkeit bietet, ein passives Einkommen zu generieren. 

Ganz besonders vorteilhaft: Das Staking ist auch bei Kryptowährungen möglich, die ein festes Ausgabelimit haben wie etwa Cardano. Hier kann man die Vorteile einer deflationären Währung mit dem Erzielen eines festen Zinssatzes kombinieren.

Was ist eine Deflation einfach erklärt

Deflation ist das genaue Gegenteil von Inflation und beschreibt, dass die Geldmenge immer geringer wird und damit auch die Preise von Gütern immer weiter sinken, da die Währung an Wert gewinnt und für die gleichen Güter damit immer weniger gezahlt werden muss.

Sehr anschaulich wird dies am Beispiel des Bitcoins. Über die letzten fünf Jahre hat der US-Dollar im Vergleich zum Bitcoin etwa 97 % seiner Kaufkraft verloren. Was das bedeutet? Mit einem BTC wird man in 10 Jahren sehr viel mehr kaufen können als heute. Während 1000 US-Dollar heute sehr viel wertvoller sein werden als in 10 Jahren. 

Genau deshalb sind deflationäre Assets wie Gold, Bitcoin oder andere Kryptowährungen so interessant, um sich gegen Inflation zu schützen.

Deflationäre Kryptowährungen – eine Übersicht

Es gibt heute eine fast endlos erscheinende Anzahl von Kryptowährungen, die einen deflationären Charakter aufweisen. Alle zu nennen ist hierbei natürlich nicht möglich, deshalb haben wir uns die vielversprechendsten Coins angesehen und diese in einer kurzen Übersicht für Sie zusammengefasst.

  • Bitcoin – Maximale Ausgabemenge: 21 Millionen – Die wertvollste Kryptowährung überhaupt erfüllt die Funktion des „digitalen Goldes“, kann aber auch als Zahlungsmittel genutzt werden.
  • Cardano – Maximale Ausgabemenge: 45 Milliarden – Diese vielversprechende Blockchain will Ethereum, den „König der Smart-Contracts“, durch bessere Transaktionszeiten und geringere Gebühren ablösen.
  • XRP – Maximale Ausgabemenge: 100 Milliarden – Ripple ist schon heute ein häufig genutztes System für internationale Finanztransaktionen und wird langfristig wahrscheinlich SWIFT als Grundlage des internationalen Finanzverkehrs ablösen. Internationale Transaktionen kosten nur wenige Cent und umfassen Kryptowährungen sowie herkömmliche FIAT-Währungen.
  • Algorand – Maximale Ausgabemenge: 10 Milliarden – Algorand ist eine der vielversprechendsten Blockchains überhaupt und zeichnet sich durch exzellente Sicherheit, niedrigen Stromverbrauch und vielseitige Einsatzmöglichkeiten aus.
  • Cronons – Maximale Ausgabemenge: 30,2 Milliarden – Cronos ist der native Coin der aufstrebenden Kryptobörse Crypto.com, einem echten Kontrahenten für Binance, Kranken und Co. der mit tollem Design, vielseitigen Dienstleistungen und überzeugenden Werbekampagnen auf sich aufmerksam macht.

Was ist besser: Inflation oder Deflation?

Problematisch ist Inflation aus vielen Gründen, betrachtet man beispielsweise die aktuelle Inflationsrate, die in den meisten europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten etwa 5–10 % beträgt, so wird schnell klar, dass die Inflation deutschen Sparern jedes Jahr viele Milliarden Euro kostet. Gleichzeitig sind die von Banken gebotenen Zinssätze auf Tagesgeldkonten oder Sparbücher verschwindend gering und können die Inflation damit in keinem Falle ausgleichen.

Die Deflation ist aus diesen Gründen sehr viel besser geeignet, um Sparer zu belohnen und das durch Inflation notwendige Streben nach mehr Konsum, mehr Produktion und höheren Einnahmen zu unterbrechen.

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